Heute sehen viele Menschen Gehege, Hundehütten und einen Ort, an dem Hunde in Sicherheit leben. Doch das war nicht immer so.
Am Anfang gab es nur eine alte Halle. Keinen Strom, keine Gehege – nur ein Dach über dem Kopf. Die Hunde lebten gemeinsam in einem großen Raum. Im Winter wurde es bitterkalt. Damit sie nicht direkt auf dem Beton liegen mussten, wurde immer wieder Stroh in die Halle gebracht. Es war keine perfekte Lösung, aber damals die einzige.
Viele Menschen wollten Daniela schon damals unterstützen. Also taten sie das, was wohl jeder Tierfreund zunächst tun würde: Sie sammelten Decken, Hundemäntel, Körbchen und vieles mehr. Vieles davon wird bis heute gebraucht – vor allem in den Pflegestellen oder für die Katzenbereiche.
Doch im Shelter selbst zeigte sich schnell, dass der Alltag ganz eigene Herausforderungen mit sich bringt. Decken wurden auf dem Boden feucht, zerrissen oder angefressen. Hundebetten hielten oft nur kurze Zeit, während sich stabile Kunststoffkörbe deutlich besser bewährten. Hundepools wurden innerhalb kürzester Zeit zerstört. Auch Spielzeug hielt den vielen Hunden oft nicht lange stand oder war für die Welpen schlicht ungeeignet.
Also begann die Suche nach anderen Lösungen.
Im November 2021 machten sich einige Tierfreunde mit zwei Kleintransportern auf den Weg nach Bulgarien. Sie brachten Isoliermatten mit, wie sie eigentlich für Pferdeboxen gedacht sind, und verlegten sie gemeinsam im Shelter.
Bis heute liegen sie dort. Sie sind inzwischen ebenfalls abgenutzt und teilweise angeknabbert, erfüllen ihren Zweck aber noch immer. Der Boden bleibt trockener und wärmer, das Wasser friert dort im Winter nicht mehr fest und die Hunde müssen nicht länger direkt auf dem kalten Beton liegen.
Mit den Jahren wurde das Shelter Stück für Stück weiterentwickelt. Die ersten Gehege entstanden, Hundehütten wurden gebaut und immer wieder erneuert. Schnell zeigte sich auch, dass einfache Paletten oft langlebiger waren als Hundebetten.
Im Sommer spenden Sonnensegel Schatten und Sandmuscheln sorgen an heißen Tagen für etwas Abkühlung. Vieles hält nicht ewig und muss immer wieder repariert oder ersetzt werden – doch jede einzelne Veränderung hat den Alltag der Hunde ein kleines Stück besser gemacht.
Das Shelter ist deshalb eigentlich nie fertig.
Es wächst mit jeder Idee, jeder helfenden Hand und jedem Menschen, der nicht nur hinsieht, sondern anpackt. Strom gibt es zwar noch immer nicht, aber inzwischen immerhin schon einmal eine Toilette.